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U1 Haltestelle am Jungfernstieg

Die Aufgabe, die Haltestelle der U1 barrierefrei auszubauen und ihr ein neues Gesicht zu geben, war von der beengten Situation geprägt.
 Sehr niedrige Decken führten zu der Grundidee, diese zu verspiegeln, um die Raumhöhe optisch zu verdoppeln. Ihre wellenartige Struktur wurde zum Gestaltungselement. Der Bahnsteig selbst ist hell gehalten, um den angestrebten Raumeindruck zu steigern. Informationstafeln und Möblierung wurden nach Möglichkeit reduziert, um den Bahnsteig klar zu strukturieren.

Ganz im Gegensatz dazu wurden die Decke über den Gleisen und die umgebenden Wände des Gleisbereichs schwarz gestaltet. Während der Bahnsteig hell ist, verschwinden die Gleise im Dunkel und in der Unendlichkeit.

Das Ziel der Barrierefreiheit wurde durch den Einbau eines gläsernen Aufzugs erreicht, der die Straßenebene des Jungfernstiegs mit der Schalterhalle und dem darunterliegenden Bahnsteig verbindet. Der minimalistisch gehaltene Aufzugsschachtkopf fügt sich unauffällig in das Straßenbild ein. Die Bahnstation wurde als erste unter Wasser gelegene Station Deutschlands konstruiert und 1934 eröffnet.

PROJEKTINFO

Auftraggeber: Hamburger Hochbahn AG
Planung: 2017 – 2020
Realisierung: 2020 – 2021
Fotograf: Jürgen Schmidt

Die WRS Architekten & Stadtplaner GmbH ist Urheberin des Projektes. Es wurde unter Leitung von Daniel Schöning als verantwortlicher Architekt und Geschäftsführer bei WRS 
in den LPH 1 – 4 entwickelt. Leistungsumfang insgesamt: LPH 1 – 9, LPH 8 WRS Architekten & Stadtplaner mit Ebert Architektur

www.u-bahnnetz-hamburg.de